Orte, die einen Umweg wert sind: für Einheimische und Gäste
Städte und Natur lassen sich hier ungewöhnlich leicht kombinieren. Aus fast jeder Landeshauptstadt ist man in einer Stunde im Grünen.
Wie sich das Land gliedert
Nationalparks decken mehrere Zonen ab, vom Hochgebirge im Nationalpark Hohe Tauern bis zum Steppensee im Nationalpark Neusiedler See.
Dazwischen liegen die Hügellandschaften der Steiermark und Niederösterreichs, die landschaftlich oft unterschätzt werden.
Wasser als Ausflugsziel
Kärnten hat mit dem Wörthersee und dem Millstätter See Seen, die im Sommer deutlich wärmer werden als die Gewässer weiter im Norden.
Bergseen wie der Seebensee in Tirol liegen auf über 1.600 Metern und sind nur zu Fuß oder über eine Kombination aus Bahn und Wanderung erreichbar.
Was Märkte über eine Stadt verraten
Flohmärkte starten früh und sind am Vormittag am ergiebigsten. Wer etwas Bestimmtes sucht, sollte zu Beginn dort sein.
Der Brunnenmarkt in Wien-Ottakring zählt zu den größten Straßenmärkten Europas und läuft von Montag bis Samstag. Er ist deutlich weniger touristisch geprägt als der Naschmarkt. Mehr Themen aus Österreich sind unter https://znaki.fm/at-de/ gesammelt.
Vorbereitung, die zählt
Eine kleine Stirnlampe wiegt fast nichts und ist genau dann nützlich, wenn eine Tour länger dauert als geplant.
Feste Schuhe mit Profil sind die wichtigste Einzelanschaffung. Auf feuchtem Fels und auf Wurzelwegen entscheidet das über Sicherheit und Tempo.
| Blau | leicht | feste Schuhe genügen |
| Rot | mittel | Trittsicherheit nötig |
| Schwarz | schwer | Schwindelfreiheit und Erfahrung |
| Steig gesichert | variabel | teils Ausrüstung erforderlich |
Womit man rechnen sollte
Wandern selbst kostet nichts. Die Ausgaben entstehen über Anreise, Bergbahnen, Mautstraßen und Einkehr. Sortiert und laufend ergänzt steht das Ganze unter https://znaki.fm/at-de/places/.
Familienkarten und Regionalkarten rechnen sich schnell, wenn mehrere Bahnen oder Attraktionen genutzt werden.
Abseits der Hauptrouten
Manche Ziele sind bewusst nicht ausgeschildert, um sie zu schützen. Diese Entscheidung sollte man respektieren.
Tourismusverbände der Regionen führen eigene Verzeichnisse, die vollständiger sind als überregionale Übersichten.
- Wegegebot in Schutzgebieten einhalten
- Abstand zu Weidevieh halten, Tore wieder schließen
- Abfall vollständig mitnehmen, auch organischen
- Drohnen in Nationalparks sind nicht erlaubt
Ziele im Winter
Die Tage sind kurz. Ab etwa 16 Uhr wird es dämmrig, was bei jeder Tourenplanung im Winter einzurechnen ist.
Schneeschuhtouren erschließen Gelände abseits der Pisten, verlangen aber Kenntnis der Lawinenlage und entsprechende Ausrüstung.
Worauf man achten sollte
Drohnen sind in Nationalparks und über Wildschutzgebieten grundsätzlich nicht erlaubt. Auch außerhalb gelten enge rechtliche Grenzen.
Wildtiere brauchen Abstand, besonders in der Dämmerung und im Winter. Störungen kosten die Tiere Energiereserven, die sie nicht ersetzen können.
Der Grüne See in der Steiermark ist ein Sonderfall, weil sein Wasserstand jahreszeitlich stark schwankt. Baden und Tauchen sind dort inzwischen untersagt.
Wasser als Landschaftsmerkmal
Die Krimmler Wasserfälle im Nationalpark Hohe Tauern gehören zu den höchsten Europas und sind über einen ansteigenden Wasserfallweg erschlossen, der mehrere Aussichtspunkte verbindet.
Nach Starkregen führen Bäche binnen Stunden Hochwasser. Uferwege können dann kurzfristig gesperrt sein, auch wenn das Wetter bereits umgeschlagen ist.
Diese Höhenlage bedeutet zweierlei: eine kurze Saison von etwa Juni bis Oktober und Wassertemperaturen, die zum Baden kaum einladen.
Historische Orte als Ziel
In der Nebensaison sind viele dieser Orte geschlossen oder haben stark verkürzte Zeiten. Ein Blick auf die Seite des Betreibers gehört zur Planung.
Stift Melk über der Donau ist eines der bekanntesten Barockbauwerke des Landes und liegt am Beginn der Wachau, was sich gut zu einem Tagesausflug verbinden lässt.
Wie man zum Ziel kommt
Die letzten Verbindungen am Nachmittag fahren früher, als viele erwarten. Ein Blick auf die Rückfahrt gehört zur Tourenplanung.
Das Klimaticket gilt österreichweit im öffentlichen Verkehr und rechnet sich bereits bei wenigen längeren Fahrten im Jahr.
Almen und ihre Saison
Auf Almen gilt besondere Vorsicht bei Weidevieh. Abstand halten, Hunde anleinen und bei Bedarf ableinen, wenn Tiere direkt auf einen zukommen.
Almhütten sind meist von Juni bis September bewirtschaftet. Außerhalb dieser Zeit gibt es keine Verpflegung und oft auch kein Wasser.
Was sich mit Kindern eignet
Seen mit flachem Einstieg sind für kleinere Kinder sicherer. Bergseen fallen dagegen oft steil ab und sind sehr kalt.
Bergbahnen ermöglichen Höhenwanderungen ohne langen Aufstieg. Das macht Ziele erreichbar, die sonst außer Reichweite wären.
Vom Zentrum in die Bezirke
Der November ist für Städtereisen der günstigste Monat: wenig Andrang, niedrige Unterkunftspreise und volles Kulturprogramm.
Die interessanteren Viertel liegen meist außerhalb der touristischen Zentren. In Wien betrifft das etwa Ottakring oder die Bezirke entlang des Gürtels.
Was eine Klamm ausmacht
Die Wege sind meist gut gesichert, aber schmal. Mit Kinderwagen sind sie in aller Regel nicht befahrbar.
Klammen sind enge, von Wasser ausgewaschene Felsschluchten. In Österreich sind viele davon über Stege und Treppen erschlossen und gegen Eintritt begehbar.
Kurze Antworten auf wiederkehrende Fragen
Wann sind Wasserfälle am eindrucksvollsten?
Im Frühsommer, wenn die Schneeschmelze die Wasserführung erhöht. Nach längeren Trockenperioden im Spätsommer fällt der Eindruck deutlich ab.
Sind Klammen ganzjährig geöffnet?
Nein. Die meisten öffnen im Frühjahr und schließen im Herbst. Nach starken Regenfällen kommt es zusätzlich zu kurzfristigen Sperren.
Kann man in Bergseen baden?
Grundsätzlich ja, die Temperaturen laden aber selten dazu ein. Manche Seen sind zudem aus Schutzgründen für das Baden gesperrt.
In Schutzgebieten gelten eigene Regeln. Sie stehen an den Eingängen und auf den Seiten der jeweiligen Verwaltung.